Urheberrecht

Als Urheberrecht wird der Schutz eines Werks für seinen Urheber nach dem Urhebergesetz (UrhG) bezeichnet. Dieser Schutz berücksichtigt die wirtschaftliche Interessen und Ideale des Schöpfers an seinem Werk und wird nur zur Wahrung der Interessen der Allgemeinheit eingeschränkt.

Das Urheberrecht schützt geistige und künstlerische Leistungen wie Fotografien, Filme, Kompositionen, Gemälde, Skulpturen, Texte, Theaterinszenierungen und Musik- oder Tonaufnahmen. Ein urheberrechtlicher Schutz entsteht, wenn die geistige oder künstlerische Leistung eine Schöpfungshöhe aufweist damit man von einem Werk sprechen kann. Dies Schöpfungshöhe wird unterschieldlich bewertet und im Zweifel von den Gerichten ausgelegt. Fehlt diese, ist die Schöpfung gemeinfrei und der Urheber hat keinen Anspruch auf einen Schutz. Das Urheberrecht entsteht im Moment der Schöfpung und muss nicht wie im förmlichen Markenrecht eingetragen werden.

Nur der Urheber hat das Recht der Verwertung seines Werkes, Dieses Recht umfasst die Vervielfältigung, Verbreitung, Ausstellung, öffentliche Wiedergabe und Bearbeitung des Werkes. Der Urheber darf die Rahmenbedingungen der Verwertung festlegen und hat das Recht auf die Erstveröffentlichung. Zudem ist die Urheberrechtsbezeichnung geschützt. Der Urheber kann die Entstellung eines Werkes verbieten.

In Deutschland gilt das Urheberrecht als absolutes Recht und ist als solches grundsätzlich nicht übertragbar (§ 29 Satz 2 UrhG), sondern kann nur vererbt werden. Übertragbar durch den Urheber sind lediglich Nutzungsrechte und gewerbliche Schutzrechte an seinem urheberrechtlich geschützten Werk. Das Urheberrecht gehört wie das Markenrecht, das  Namensrecht, das Domainrecht oder das Wettbewerbsrecht zum Immaterialgüterrecht. Rechtsverstöße gegen das Urheberrecht werden daher häufig mit einer von einem Rechtsanwalt verfassten Abmahnung geahndet.


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