Namensrecht

Als Namensrecht gilt die Gesamtheit der Regeln zum Namen eine Person und die Voraussetzungen einer bürgerlichen oder öffentlich-rechtlichen Namensänderung als auch das Recht einer natürlichen oder juristischen Person, den eigenen Namen zu führen und andere vom unbefugten Gebrauch dieses Namens auszuschließen. Das Recht am Namen ist ein absolutes Recht und bei natürlichen Personen ein Persönlichkeitsrecht. Das Namensrecht als absolutes Recht ist in Deutschland in § 12 BGB - Bürgerliches Gesetzbuch - geregelt. Es erlischt mit dem Tod des Betreffenden.

Der Träger eines Namens kann einem Unbefugten die Verwendung seines Namens untersagen und diesen bei Besorgnis weiterer unbefugter Verwendung auf Unterlassung in Anspruch nehmen. Der Namensinhaber kann Schadensersatz verlangen, soweit ihm durch die unbefugte Verwendung ein Schaden entstanden ist.

Zu unterscheiden ist das Namensrecht vom Markenrecht, das eingetragene oder durch Benutzung geschützte Kennzeichen, die nicht Name einer Person sind, schützt. Das Firmenrecht regelt den Namen, unter welchem ein Kaufmann sein Gewerbe führt und seine Unterschriften abgibt. Das Namensrecht umfasst im Gegensatz zum Urheberrecht nur die namensmäßige Benutzung des Namens, nicht aber die reine Nennung des Namens durch Dritte. Das Namensrecht gehört wie das Urheberrecht, das Markenrecht, das Wettbewerbsrecht oder das Domainrecht zum Immaterialgüterrecht. Rechtsverstöße gegen das Namesrecht werden daher auch häufig mit einer Abmahnung durch einen Anwalt verfolgt.


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